Gestern tagte der Schulausschuss des Kreistags. Ca. 50 Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Sitzung mit gespanntem Interesse, darunter viele Eltern und Lehrer. Auf der Tagesordnung standen der Antrag der Grünen, SPD, FDP und LINKE zur Einführung einer IGS sowie einer Realschule mit Hauptschulzweig im Landkreis Uelzen, anschließend wurde der gemeinsame Antrag von CDU und UWG zum Beschluss eines Bildungspakts beraten.

Die Positionen der CDU brachte Max Lemm nochmals auf den Punkt: schon heute gibt es ein breites Angebot integrativer ebenso wie kooperativer weiterführender Schulen im Landkreis. Die Einführung einer IGS hätte gravierende Einschnitte für die Bestandsschulen zur Folge und wird deshalb abgelehnt.

Kreisschülersprecherin Nicole Haase machte in ihrem Redebeitrag sehr deutlich, dass in der ganzen Debatte zu oft vergessen wird, die Schülerinnen und Schüler nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu fragen. Die Gleichmacherei, die erzwungene Gemeinschaft sehr leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler führe dazu, dass am Ende alle unzufrieden sind – die einen, weil sie ihre Möglichkeiten und Begabungen nicht voll ausschöpfen können, die anderen, weil sie sich abgehängt fühlen.

Am Ende einer ausführlichen Debatte votierte der Schulausschuss gegen die Einführung einer IGS. Der Bildungspakt-Antrag von CDU und UWG wurde mit einer komfortablen Mehrheit befürwortet. Die endgültige Entscheidung wird am 15. Dezember fallen – dann tagt der Kreistag.

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